MALAKAS Label Oberhausen

Interview by Shine
Eines sonnigen Tages befand ich mich in der schönen MALAKAS WG in Oberhausen, um ein Interview mit ihnen zu führen. Ich traf auf die netten Menschen Halunke (H), Alex Aber (A), Dekan Bösewicht (D), Lee Nozn (L), Vagabund (V) und Ganove (G), wir machten uns mit 2 Pullen Coke und Schokolade locker und los gings...

"Wie lauten eure MC / bzw. DJ Namen?"
H : "Ich bin der Halu und ich mache Beats."
A : "Alex Aber, ich bin Künstler."
D : "Dekan, Künstler und Designer."
L : "Lee Nozn."
G : "Ganove, MC, Produzent."
A : "Äääähhh, Schuldigung, Alex Aber, Produzent und ääähhh... Sprechgesänger."
D : "Ah ja genau, Dekan, Produzent und nicht mehr Sprechsänger."
G : "Ach ja Mann, Ganove, Freistil."
V : "Vagabund, nur MC... mit dem Produzieren hab ich es nicht, außer mal einen Loop schneiden vielleicht und dann bin ich noch als B-Boy aktiv, wobei letzteres nix mit dem Label zu tun hat."
 
"Wie lange gibts das Malakas Label ?"
H : "Das gibts seit dem 02. 02. '99, da haben wir uns angemeldet und seitdem existiert das mehr oder weniger..."
"Und wer hat das gegründet, wer hatte die Idee dazu ?"
H : "Ähm, eigentlich ist es von Halunke, Ganove, Vagabund und Dekan Bösewicht, also von allen Vieren, aber so die Grundidee ging von Ganove und Halunke aus. Aber ich mein, wer drin ist, ist drin und mag das Label und... wir küssen uns jeden Morgen gegenseitig."
(Lautes Gelächter allerseits).
"Was ist die Malakas Philosophie ?"
H : "Die Philosophie ist, ähm, eigentlich garkeine Grenzen zu haben. Musikalisch... Hm, was noch... Geschlechtlich..."
(Gelächter)
A : "Einfach keine Grenzen... Yeah Baby..."
"Ok, wie lange schreibt ihr schon bzw. wie lange macht ihr schon Beats ?"
H : "Halunke macht Musik eigentlich schon seit der Kindheit, aber so mit Rap hats angefangen so... '92... joah, und da ging es auch los mit Beats. Biats."
A : "Äh, richtig ernsthaft hab ich angefangen mit 15aufzulegen, äh, dann hab ich im Februar 2002, nee, Februar 2001, ist besser, hab ich angefangen zu rappen und kurz darauf hab ich angefangen Beats zu machen.
Und vorher hab ich halt in ner Schülerband mal gesungen und n bißchen Keyboard gespielt, aber das war nicht so, wie ich es jetzt natürlich mache."
D : " Ich hab mit dem Halunken angefangen damals, ist ne ganz kuriose Geschichte..."
A : "Synthesizer Musik..."
D : "Synthesizer Musik..."
A : "YEEEAAAHHH !!!"
D : "Das ist ganz anders, also da haben wir son paar ganz interessante Sachen nachgespielt, z.B. von Jean Michel Jarre, was haben wir noch ? Klaus Schulze und das ganze dumme Zeug... Tangerine Dream... Und das war eigentlich ganz interessant, und damit hab ich auch so im Bereich Musik angefangen. Und da hab ich angefangen auch mit ihm Musik zu machen, erstmal auf dieser Basis, und dann auch irgendwann mal mit dem Wunsch, auch mal ganz groß rauszukommen, aber das ist bis jetzt dummerweise noch nicht..."
(sehr lautes Gelächter allseits)
D : "Das ELEKTRO TEAM !!! Double und Elektronik..."
(Mehr Gelächter)
D : "Ach nein, Quatsch, das waren alles halt so Elektrosachen... Ach nein, Quatsch, im Ernst : Da kam diese Geschichte zuerst, '92, mit dem Tanzen eigentlich, da war unser Kollege Ganove der Initialzünder, derjenige, welcher am liebsten mit den Füßen sprach als mit den Worten, und dann haben wir eigentlich alle angefangen zu tanzen, sind
eigentlich übers Tanzen da reingekommen, halt über den klassischen Weg, ja und dann haben wir uns irgendwann gesagt dann lass doch zusammenraufen und dann machen wir doch MUSIK..."
L : "Ich hab vor cirka 3 Jahren glaub ich angefangen Texte zu schreiben, damals noch recht unregelmäßig und so weiter und dann als ich dann Alex Aber kennengelernt habe haben wir dann angefangen zusammen Musik zu machen..."
A : "Und zu knutschen..."
(Gelächter)
L : "...und dann ging es über Malakas halt auch weiter dann kam Wohlbefinden, und der Rest ist Geschichte..."
V : "Meine ersten ernsthaft gemeinten Texte habe ich so um `97 geschrieben. Dazu gebracht hat mich der Gano als wir uns auf einer philippinischen Hochzeitsfeier getroffen haben. Wir kannten uns zwar schon vorher, haben allerdings erst an diesem Tage festgestellt, dass wir musikalisch die selben Interessen verfolgen. Habe zwar vorher auch schon bißchen geschrieben gehabt, allerdings nie mit der Intention irgendwann mal Musik zu machen, geschweige denn vor Publikum aufzutreten. Im Gegensatz zu allen anderen habe ich die "stereotypischste HipHop Schiene" damals eingeschlagen. Habe erst Rap gehört, dann angefangen zu malen, bis ich schließlich beim Tanzen und beim Texten hängen geblieben bin. Meine Wurzeln liegen aber, wie auch bei dem Rest der Gesindel Mitglieder, mehr beim Tanzen... und ich schäme mich bis heute keinen Deut, mal auf Snap, C&C Music Factory, Vanilla Ice, MC Hammer, Technotronic, etc... ausgiebig meinen Körper bewegt zu haben. Höhö... eine überaus herrliche Zeit... ;)"
G : "92... angefangen... nee, schon immer angefangen..."
(allseitiges Gelächter) : "Schon immer angefangen, hahahahahahaha..."
G (unbeeindruckt) : "nachzurappen... Erstes Stück, was nachgerappt worden ist, "Pump up the Jam", von Technotronic."
S & G zusammen : "Pump up the Jam, pump it up..."
H : "Vanilla Ice ist auch..."
L : "Das ist doch kein rappen du Schwuchtel..."
(Allseitiges Gelächter)
G : " '92 angefangen zu schreiben, also angefangen mit Halu und Dekan eine Gruppe zu haben für so nen Sampler. Das war so n CD Sampler... Sparkassen CD. Oberhausen. 92."
S : "Sponsored by Sparkasse..."
G : "Ja, sponsored by Sparkasse."
H : "Super. War sehr gut."
G (lacht).... : "Also dadurch kamen wir aber in die professionellere Schiene. Weil wir haben dann n bisschen im Tonstudio aufgenommen und so weiter, und äh, in diesem Tonstudio haben wir auch einen Drumcomputer für den Halu ergattert..."
H : "Den ersten..."
G : "Den ersten Drumcomputer, und ein Sequencerprogramm für den PC, und damit konnte der Halu dann professioneller Beats programmieren... Ja, 92 halt professionell angefangen, erst auf Englisch, später auf Deutsch..."
H : "...Ja, also was heißt professionell, also wir haben uns mehr hingesetzt..."
G : "Ja, aber schon... Also, vom Standard her haben wir eigentlich mithalten können mit dem, was zu der Zeit woanders ging, auch vom Equipment her, nur wir waren nicht mit der Szene verbunden, weil wir sind ja auch schon solange da, in Anführungszeichen. Also z.B von Wiz wußten wir ja auch, daß er da ist, in Oberhausen z.B., nur eben kein Connect oder so..."
D : "Aber ich fands eigentlich nicht so schlecht, weil jeder so sein eigenes kleines Süppchen machte, und dann auch die anderen Leute beschnüffelte. Weil... das war ja so, man ging auf Jams, guckte sich die Leute so an, und dann mit der Zeit hatte man dann gemerkt, ja, die waren eigentlich ganz nett, mit denen kannste reden und kannst auch was machen, möglicherweise kamen wir dann aber nie dazu, und das fand ich dann aber auch nicht schlecht, da jeder sich dann seinen eigenen Stil herausgeholt hat. Ich find das eher gut, wenn die Leute nebeneinander ihre eigenen Sachen (er)finden und kreieren, die dann eigentlich doch irgendwie zur SELBEN Richtung führen. Also jetzt von der Motivation her. Und das war dann halt leider auch so, daß man mit den Leuten nie groß was zu tun hatte."
G : "Ja... Die Szene war halt schon damals so wie jetzt, nur halt kleiner, aber es war nicht so, alle hach hallo, da sind neue Leute, jetzt begrüßen wir die, das is ja heute so, und früher auch schon so gewesen, aber mehr im kleinen und wir haben auch so nie dazu gehört, also wir haben alles irgendwie selber gemacht, deswegen auch das Label, deswegen ist auch jeder mehr oder weniger am Produzieren...
Produzieren bei mir war 95, habe einen Drumcomputer vom Halunke bekommen und da hab ich dann angefangen zu frickeln und Equipment zu kaufen."
"Ok... Was gibts zu euren Üblichen Zusammenkünften zu sagen ?"
G : "Seit Anfang '99 haben wir halt diese Jam..."
H : "Am 28. 02. 99 war die erste..."
G : "Genau. Die Jam ist auch gegründet worden, weil wir keine Auftrittsmöglichkeiten hatten, also mußten wir selber für Auftrittsmöglichkeiten sorgen.
Genauso wie das Label, wir hatten kein Label, wo wir veröffentlichen konnten, also mußten wir das alles SELBER machen. Das war und ist eigentlich gedacht, immer noch, für Newcomer oder generell für Leute, die Musik machen, eine Plattform zu bieten, daß Leute dann da auftreten können und Open Mic mitmachen können oder einfach gucken... Ohne großes Anmelden, sondern einfach dahinkommen. So ist es einfach gedacht und so wollen wir das auch wieder machen. Wir haben eine Zeit lang mit größeren Acts gearbeitet, also daß wir die bezahlt haben, und jetzt machen wir mehr wieder so wie früher, also Leute kommen hin, können sich anmelden an dem Abend und treten dann da auf. Das wird dann halt gelost, aber eine Orga steckt schon dahinter."
"Habt ihr schon ein Datum für die nächste Session ?"
G : "Die nächste Session, ääähhh... im August, oder? Halu, kannste mal kurz nachgucken bitte ?"
(Halu geht gucken, in der Zeit wird mit sichtlichemWOHLBEFINDEN Cola gereicht und Schokolade verzehrt. Er kommt jedoch ohne Ergebnis wieder, noch steht kein festes Date. Anm. d. Red.: Guckt einfach hin und wieder mal www.malakas.biz oder unter Dates)
"Was ist eure Einstellung zum Internet, also abgesehen davon, ob ihr jetzt eine eigene Homepage habt oder nicht ?"
D : "Es ist ja so, es gibt einen Unterschied hier in Europa... Also ich faß es mal ganz kurz : Hier in Europa ensteht oder es gibt das humanistische Recht.
Das heißt : das Autorenrecht. Hier ist es sozusagen, wenn du Musik produzierst und sie sozusagen weiterverkaufst an Leute, haben die Leute nur das Nutzungsrecht, d.h. sie könnens hören usw., aber du gibst im Prinzip garnicht dein Urheberrecht. In Amerika wiederum ist das so, daß eine Plattenfirma dich richtig catched, d.h. deine komplette Idee auch kauft, d.h. du hast garkeine Ansprüche mehr. Zum Internet, hm, also ich finde sowas wie MP3 ist ein voller Ausdruck der Demokratie, also der digitalen Demokratie, denn an sich ist es ja recht schön, daß jeder Zugang hat zu guter Musik, die auch kreativ ist, egal in welcher Stufe von Kreativität das jetzt einzustufen ist, aber, daß jeder Zugang hat auf solche Daten. Musik ist eigentlich ein Allgemeingut, das jeder haben soll. Auch wenn man da im Nachhinein sagen müsste, ok, man verdient dabei nicht. Aber ich finde trotzdem, man sollte das vielleicht ein bißchen lockerer handhaben. Es geht da ja garnicht wirklich um Geldinteressen. Wir sagen jetzt : Es ist ok, erstmal bekannt zu werden, 2tens : später werden die Leute das von alleine kaufen und werden sich das nicht einfach nur runterziehen. Ich mein, man kann das natürlich auch so machen, daß man die Qualität so mies macht, aber ich glaub das wär n bißchen böse, ne..."
(lautes Gelächter)
D : "Man sollte sich schon das Recht nehmen, das runterzuladen und den Leuten anzubieten, denn die Leute haben so besser Zugang zur Musik. In den 80ern mussten wir selber zu Schallplattenläden oder diese Mailorder in Anspruch nehmen, weil damals hatte man ja garkeinen anderen Zugang zur Musik, und das ist heute viel besser, zum Glück. Wär das damals schon so gewesen, dann sähe die Musikbranche heute auch ganz anders aus. Viel breiter gefächert. Und da wär die Musik vielleicht auch ganz anders geworden, viel weiter vorne, viel avantgardistischer, weil dann auch viele Strömungen besser und schneller zusammenkommen, und das ist heute teilweise schon der Fall. Finde ich eigentlich gut. Also das Internet ist als Kommunikationsmittel optimal."
A : "Also ich hab mit dem Internet halt, also mit dieser MP3 Geschichte, daß dadurch halt Leute nicht mehr verkaufen können, keinen Streß, handle ich für mich persönlich eigentlich recht locker, also ich find es gibt ja soviel gute Musik weißte, is ja unglaublich gute Musik und sehr viel, aber is halt das Problem, daß du nur irgendwie ... Du hast ja nur begrenzt viel Geld. Ich handle es für mich persönlich so, ich zieh mir auch viel ausm Netz, und das was ich richtig geil find, also was für mich richtig klassikermäßig ist, das kauf ich mir dann auch, weil ich, weil mir das nicht reicht auf einer für mich persönlich
gebrannten CD zu haben, weißte... Deswegen hab ich mit MP3 überhaupt kein Problem, weil ich find wenn man die Einstellung hat und auch weiß, daß Herzblut und
sowas drin steckt, wenn du Musik machst, und das Cover ja auch mit, dann willst du einfach alles haben, weißte, dann willste halt nicht nur irgendwas rausgezogenes haben und deswegen kauf ich mir dann einfach das Produkt, zumal das auf Vinyl für mich persönlich auch wieder ein ganz anderes Gefühl ist, wenn du ne Platte hast weißte... Ansonsten so hab ich mit dem Internet auch kein Problem, es ist halt nur gefährlich, weil sich, egal was, ja superschnell verbreiten kann.
Weißte, es ist ja scheißegal, was, es ist dann sofort überall. Jeder kann sofort alles haben, und das find ich persönlich ein bißchen gefährlich, aber... ähm... es hat ja alles 2 Seiten, nicht wahr ? Nein, quatsch..." (grinst) "...Aber ich finds cool, um Leute kennenzulernen, um sich auszutauschen, um zu connecten und sowas, ist dann für Leute sehr praktisch, weißte, du kannst einfach Leuten irgendwie... E-post ist viel günstiger... Es hat halt viele Vor- und Nachteile find ich, aber im Endeffekt seh ichs eher positiv."
H : "Man kann ja auch Platten über Internet bestellen. Aber leider braucht man meistens eine Kreditkarte dafür, das ist häufig ein Nachteil..."
A : "Ah ja, und es ist auch gut für Untergrund Leute die können dadurch ihr Zeugs sehr gut pushen find ich.
Das ist eine sehr gute Plattform für Leute, die einfach nicht die Mittel haben. Wenn die dann wenigstens die Mittel haben, um ne Seite zu machen, ist schon viel gewonnen so."
G : "Es ist halt sehr praktisch. Weil du dir im Internet wirklich alle möglichen Infos rausziehen kannst über alle möglichen Künstler, und, ja es ist praktisch halt, du mußt nicht ausm Haus gehen...
Gefährlich ist halt, daß Leute dann eventuell wirklich nicht mehr aus dem Haus gehen, das ist dann wieder Scheiße, aber wenn mans halt nutzt um rauszufinden, wo man rausgehen kann," (zustimmendes Nicken allseits) "dann ist das wieder eine gute Sache so. Man muß immer gucken, wie man etwas nutzt, aber generell ist Internet ein Top Medium. Wobei man ja sagen muß, es ist eigentlich für den Krieg gedacht worden.
Kommunikationssystem für den Krieg. Und jetzt nutzt mans halt offiziell, und das ist halt schön... daß es zivil genutzt wird."
V : "Internet ist definitiv eine feine Sache. Es eröffnen sich mit Hilfe dieser fast unerschöpflichen Informationsquelle schier unendliche Möglichkeiten Dinge zu entdecken, die man auf "normalem" Weg vielleicht nie kennen gelernt hätte. Weil man a)
einfach die Möglichkeit nicht zu hat oder b) einem das nötige Geld zu fehlt. Wie jeder damit im Endeffekt umgeht, und damit meine ich auch die MP3 Geschichten - ich mein, wenn mir etwas wirklich gut gefällt kauf ich es natürlich auch - ist jedem selbst überlassen. Ich ver- und beurteil in der Hinsicht niemanden. Man sollte allerdings in all dem virtuellen Überfluss nicht vergessen, sein eigenes Leben auch noch zu leben."
 
"Aight, was steht bei euch momentan VÖ technisch noch an, was werdet ihr noch releasen ?"
H : "Basic beyond wird ein Solo Album rausbringen. Es ist ein Instrumentalalbum, aber wann es erscheinen wird, steht noch nicht ganz fest."
A : "Ich hab mein Album fertig - Kaffee - da werden wir sehn wann das rauskommt... Und halt auch noch Widerstandard arbeiten jetzt an einem Album. Das dauert allerdings noch ein bißchen... An meinem nächsten Album wird aber auch schon heftigst dran gearbeitet, ist auch schon zur Hälfte fertig."
D : "Also momentan planen der Ganove, der Vagabund (der ist ja momentan nicht hier) und ich, ein paar nette Sachen zu machen, so n bißchen mal wieder die alten Wurzeln rausholen... So daß es wieder... mal ein bißchen poppig wird, wir haben halt einfach mal Lust, in eine andere Richtung zu gehen und äh... ein Freund von mir, Bakla Olsen (???), der ist leider nicht da, der ist wieder bei der Yakuza, der wollte auch noch was machen..."
(Alex Aber muß herzhaft lachen.)
D : "...das wird dann auch elektronisches Geknister werden, mal sehn wann das veröffentlicht wird, ich weiß noch nicht wann der Lust hat, ich muß ihm da ein bißchen unter die Arme greifen."
L : "Also als erstes steht das Widerstandard Album an und danach kommt auch sehr nah im Anschluß daran das Lee Nozn Album."
G : "Ganove hat viele Nebenprojekte, mein Solo müßte eigentlich fertig werden..."
(Alex Aber lacht wieder.)
G (muß jetzt selber grinsen) : "Ganove solo... Dann gibts da... ja die Herpes ist ja jetzt fertig, n Nebenprojekt... Verzerrte Wahrnehmung... Ja, Herpes 2 gibts auch schon Stücke für, es wird entweder ne EP oder ne LP. Dann eigentlich mit Alex Aber noch
was... Also eigentlich plant Ganove mit allen Malakas Künstlern ein Nebenprojekt noch mit. Ah ja, das Freistil Tape ist fertig, Vol. 3.0, Dr. Sample und ich, und äh, Freistil 4.0 ist jetzt auch in Arbeit, also viel VÖs stehen an, Label Inzest, quasi."
A : "Ah ja, Halunke und ich arbeiten momentan auch an sehr vielen Tracks, das wird einmal in eine sehr aggressive Richtung gehen - das wird dann Angry Arbeiter mit Alex Aber sein - und dann wirds einmal sommermäßig werden - das wird dann Basic Beyond mit Alex Aber. Dafür haben wir auch schon Stücke fertig, und jetzt wird halt noch gemacht."
V : "In der Hinsicht plane ich nix sonderliches. Ich mache Musik, wenn ich mich danach fühle. Und wenn ich genug Stücke für eine EP haben sollte, dann mache ich halt eine EP. Denn wenn ich eins vermeiden will, dann dass meine Musik zu einem Fließbandprodukt wird."
G : "Das ist mit die Labelphilosophie... Keine Grenzen, es gibt in jeder Richtung etwas für uns."
"Würdet ihr oder könntet ihr irgendwelche Inspirationen oder Einflüsse nennen ?"
H : "Eigentlich... Inspiration ist doch alles, was man aufnimmt oder wahrnimmt... Also egal, ob das jetzt Musik ist, oder ob man jetzt die Bahn verpasst hat oder in der Bahn ist und irgendwelchen dummen Leuten ins Gesicht guckt oder indem man sieht, daß sie Bild Zeitung lesen oder ja, sowas halt... Oder wenn man geile Uschis vorbeilaufen sieht..."
(Sehr lautes Gelächter beim Malamob allseits)
H : "Also sowas halt. Also Ruhrpott ist sowieso so kapputt, daß man überall sich Inspirationen ziehen kann. Es gibt hier kapputte Ecken, aber auch schöne grüne Ecken, und dann kann man sich überall Inspirationen holen. Entweder durch die Ruhe oder durch die Zerstörungskraft."
A : "Also mich inspiriert auch alles, es ist egal, wenn ich rausgeh, wenn ich den Fernseher anmach, wenn ich aufsteh, in den Spiegel guck, es ist wirklich völlig egal, alles inspiriert mich, und musikalisch halt, du meinst jetzt auch Einflüsse, ne ?"
"Ja, Inspirationen und Einflüsse."
A : "Ja, weißte, das hat der Ganove auch mal gesagt, auch Sachen, die ich sehr schlecht finde, beeinflussen mich ja in der Hinsicht, es anders zu machen. Und von daher beeinflußt mich auch musikalisch einfach alles, ich kann mich davon nicht freisprechen. In meiner Musik ist alles drinne, weißte, es ist natürlich Rap, dann haste aber auch Rock, Elektro, Lo Fi, 2 Step, Blablabla, alle möglichen Sparten, weißte ?
Musikalisch kann ich jetzt so garnicht sagen, weil es sind wirklich soviele Sachen, die mich natürlich in irgendeiner Weise beeinflussen, was bei jedem von uns so ist, ich mein, so überhaupt das Rap jetzt da ist, wo es ist, das baut halt alles aufeinander auf und
so, und du mußt halt versuchen, es weiterzuentwickeln, und irgendwann garnicht mehr diese Kontextscheuklappen aufzuhaben sondern einfach Musik zu machen, weißte, also nicht irgendwie "oh ja, aber das muß jetzt irgendwie so und so sein", sondern vielleicht auch mal auf den Takt zu kacken ... Oder einfach irgendwas als Instrument zu benutzen, was vorher nicht als Instrument gebraucht wurde... Zum Beispiel mit dem Fernseher an und ausmachen, also da gibts genug Möglichkeiten find ich. Die Sachen die ich so ganz viel hör, beeinflussen schon, aber ich versuch das recht frei zu halten, so daß Sachen, die mir sehr gut gefallen... Daß du das aber nicht unbedingt hörst in der Musik, weißte, sondern daß du trotzdem versuchst dein eigenes Ding durchzuziehn. Das funktioniert mittlerweile auch recht gut so."
D : "Inspirationsquellen... Also eigentlich auch alles, was meine Kollegen so gesagt haben... Aber was bei mir noch dazu kommt, is halt, weil ich so stark visuell bin, also visuell denke, inspirieren mich auch so Sachen von Künstlern, also jetzt wirklich so alte Sachen irgendwie, so zum Beispiel ein Bild von Monet oder so oder wie die ganzen Spinner heißen..."
Alex Aber lacht laut.)
D : "...Pessimismus, Expressionismus... Aber auch Filme, wenn ich jetzt nen hübschen Film seh, es geht doch einfach darum, zu versuchen, sich möglichst viele Möglichkeiten offenzuhalten, und was ich toll finde, ist zum Beispiel, daß wir hier in dieser Runde nicht sagen "Ich finde Run Dmc ganz toll", das ist bei uns eigentlich nicht so die Basic. Wir hörens an, aber wir haben da verschiedenen Einflüsse. Wir konkretisieren das auch nicht ganz genau, weil man muß immer, wie der Halunke das auch schon gesagt hatte, einfach offen sein für alles, was da ist. Und zum Glück ist es noch da. Wer weiß, wo wir in 20 Jahren stehen ?
Vielleicht hören wir nur noch Rod Stewart und son Zeugs."
L : "Alles ist die beste Inspiration. Wenn man sich von allem inspirieren lässt, kommt auch das beste raus."
G : "Das Leben an sich ist meine Inspiration. Alles ist alles."
V : "Jap, jap... ganz klar... mein tagtägliches Leben und das was ich fühle."
A : "Alex Aber Zitat, Baby..." (lacht)
"Ok, und von Einflüssen mal ganz abgesehn, was hört ihr euch neben Rap privat zuhause an ?"
H : "Elektronische Musik, Aphex Twin, Squarepusher, oder Rock, Surrogat find ich sehr gut..."
A : "Halunke und ich, wir teilen uns auch sehr viel Zeugs so, wir tauschen halt viel untereinander aus, mitm Lee mach ich das auch... Ich hör halt alles Mann, Rock, Elektro, Surrogat, Multi Peaches, ganz kapputtes Zeugs, Sonic Youth ist eine meiner absoluten Lieblingsgruppen, At the drive in, auch die neue Phantom Planet..."
H : "System of a Down, sehr gut."
A : "Jamann, das ist cool, dann Elektro, naja, Squarepusher, Aphex Twin halt, die ganze Schiene, da will ich mich auch garnicht festlegen, Laub, die ganzen Kittie-Yo Sachen, alles... Also ich hör einfach alles an, Mann, wenns mich berührt. Also das ist
ganz egal, wenns nah an mich ran geht, hör ich alles, es gibt keine Musik, auf die ich jetzt sehr stark fixiert bin. Also alles, was ich fühlen kann, hör ich mir an. Das ist so der einzigste Kontext Mann."
D : "Eigentlich auch dasselbe, also alles das, was einen emotional erfassen kann. Das ist eigentlich das Wichtigste. Also eigentlich ist die Musik das Beste im Leben, das habe ich schon immer gesagt. Das stimmt auch so. Also wenn ich zum Beispiel vor nem Bild
steh, das hab ich auch schon den Leuten hier gesagt, und ich raff dann nicht, was dann z. B. der Picasso sagt oder sich gedacht hat dann ... Wenn du dieses Vorwissen nicht hast, kannst du es auch nicht verstehn. Und bei der Musik ist es ganz anders. Du hast einen Ton, ein bestimmtes Geräusch und es verursacht ein ganz bestimmtes Gefühl. Deine Emotionswelle, und das ist das was die Musik stark macht. Stärker glaub ich
sogar als das Visuelle.. Wir hören eigentlich alles, was die Emotionen so wünschen."
L : "Also ich hör eigentlich insgesamt wenig Musik..."
A : (stöhnt und rollt gespielt mit den Augen) : "Uuuuhhh..."
L : "Schon viel Rap, aber wenn nicht Rap, dann zum Beispiel solche Sachen wie Buena Vista Social Club oder sowas..."
A (grinsend) : "Cool..."
L : "Oder Erykah Badu und son Zeug so..."
A : "Is doch auch Rap Mann..."
L : "Mit Gesang und so..." (Zu A gewandt) : "Halt den Mund du Schlampe..."
A : (lacht.)
V : "Da gibt`s nix besonderes. Klar, viel Rap... letztere Zeit Sachen von Animal Pharm oder Blackalicious... aber auch gerne Sachen von Lenny (Kravitz!!), Natalie Imbruglia oder auch Alanis... Na ja, und als letzteres noch paar Soul Diven, wie Lauren Hill oder Alica Keys... Aber generell lege ich mich da nicht sonderlich fest. Ich liebe auch die alten Funksachen und wenn ich in der Bahn fahre höre ich mir meist Halu`s Instrumentale an."
G : "Ganove hört viel Radio."
(Alle lachen.)
G : "Da ich ja sehr viel Auto fahren muß, hör ich echt immer Radio und die Cds von allen möglichen Leuten, wir tauschen halt untereiander..."
L : "Wir brennen auch garkeine CD's..."
(Alle lachen.)
G : "Brennen ? CDs ? Nein... Also das ist auch irgendwie Malakas Philosophie, keine Grenzen, es wird alles gehört, keine Grenzen, auch wirklich der schlimmste Trash, wo andere Leute sagen würden was ist das denn ??? Sowas finden viele von uns halt sehr geil. Finden auch nicht wieder alle geil, aber einen gibts bei uns, der hört das. Egal, was es ist. Ob Pop oder tanzbare Sachen... Everybody dancin'..."
(Alle lachen.)
"Welche menschlichen Charaktereigenschaften sind euch generell wichtig, auf euer Gegenüber bezogen ?"
H : "Ich muß 100% ig sicher sein, daß ich mich auf den oder diejenigen verlassen kann. Und daß er, egal obs mir gut oder schlecht geht, daß ich weiß daß er für mich da ist."
A : "Das ist bei mir auch der Fall... Dann ist mir Authentizität sehr wichtig, aber das ist ja eigentlich nur so ein Dogma... Das Allerwichtigste ist mir auch, daß ich mich auf die Menschen verlassen kann. Ehrlichkeit ist natürlich auch was sehr wichtiges für mich so weil... So wenn du rausgehst dann haste genug Scheiße weißte, das mußte dann nicht auch noch haben, wenn du das selber gestalten kannst. Irgendwann ist das dann auch zuviel, Mann... Also mir ist generell wichtig, daß meine Leute für mich da sind und mir nicht irgend nen Scheiß erzählen. Aber das merkt man dann halt auch."
D : "Ja, es stimmt schon so, was meine beiden Vorredner hier gsagt haben. Das ist wirklich wahr. Vor allem jetzt, in der schlimmsten Zeit sagen wir mal, ist es einfach wichtig, weil wir als Label haben das ja als Freunde gegründet und der Freundeskreis hat sich auch so erweitert und man muß dann auch wirklich kommunikativ weiterkommen. Und auch Ehrlichkeit ist dann in diesem Moment wirklich wichtig. Also wir haben auch manchmal unsere Probleme, das ist normal, wir kacken uns manchmal auch richtig aus, aber dann ist auch wieder gut. Das allerwichtigste, Authentizität, hat man leider bei vielen Leuten nicht mehr heutzutage, und ich würd so sagen, das ist eigentlich das traurigste. Aber das müssen wir hier nicht drin haben, dieses Problem. Wir habens auch mal gehabt und habens manchmal immer noch, aber wir arbeiten immer dran und wir sind eigentlich auf dem besten Weg, das aus der Welt zu schaffen. Das ist eigentlich so unsere kleine Welt auch, die wir draußen eigentlich auch haben möchten, und das möchte ich glaub ich für alle sagen, Ehrlichkeit, Authentizität und das sich-aufeinander-verlassen-können, das ist eigentlich das beste, was man heutzutage hat. Mehr als diese finanziellen Geschichten."
V : "Da kann ich nur beistimmen! Doch manchmal erweist sich das nicht immer als sehr einfach, da man, um einen gewissen menschlichen Konsenz zu erzielen, auch mal über seinen Schatten springen muss. Was ja "eigentlich" auch nicht schwer fallen sollte, wenn man sich gut versteht, doch wenn das nicht der Fall ist, ist der Selbsterhaltungstrieb manchmal stärker. Aber wir arbeiten ja daran und erziehen uns alle zum besseren Menschen der Klasse 1... *ggg*"
L : "Also an sich klar, auch was die anderen schon gesagt haben, also Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und äh..."
A (flüsternd) : "Gut im Bett sein..."
(Alle lachen)
L : "Ja... und Lockerheit oder sowas, also nicht so verkrampft oder so... Ich mein, wenn man sich jetzt auf jemanden verlassen kann oder wenn einer einen jetzt nicht abzieht, dann muß man ja immer noch nicht mit dem klarkommen so, man hasst ihn dann zwar nicht aber man kann ja immer noch seine Probleme haben."
G : "Wichtig ist, kann er mir die andere Hand waschen ?"
(Alle lachen.)
G : "Nein, das war nur Spaß."
(Alle lachen noch lauter.)
G : "Eine Hand wäscht die andere... Nein, natürlich auch Ehrlichkeit, Offenheit und Verlässlichkeit. Und im Musikbiz, leider, muß man sich dann auch fragen, was kann der andere für uns tun ? Wenn ich wen kennenlerne halt. Weil oft ist es nämlich so, daß
wir so gesehen werden, mittlerweile, Leute sehen in einem ja, weil man n Label hat, weil wir ne Jam haben, oder weil wir eine Radiosendung haben, daß die jetzt bei uns rein müssen oder so. Und das funktioniert nicht so. Wenn dann funktioniert es auf Gegenseitigkeit. Aber das heißt jetzt nicht, daß wir irgendwelche Arschlöcher kommen lassen nur weils Austausch ist, sondern wir achten schon darauf daß es im freundlichen Einvernehmen ist..."
A : "Bei der Bizness Seite ist es bei mir auch so, wenn jetzt jemand nicht die Mittel hat, was zurückzugeben, es ist trotzdem kein Díng, wenn du weißt, dieser Mensch ist so und so drauf Alter, weißte so, es is trotzdem kein Problem, den dann Biznesstechnisch n bißchen zu unterstützen, also es ist kein Ding, wenn jetzt jemand nicht so die Möglichkeiten hat, wenn menschlich alles okay ist, hab ich damit kein Problem so."
G : "Also so war das vorhin eigentlich auch gemeint von meiner Seite her..."
L : "Für Feature ist mir persönlich eigentlich nur wichtig, daß der andere kein Feature machen will, weil wir so gute Rapper sind oder so. Also wenn ich so das Gefühl hab, daß der eigentlich nur eine Kollabo haben möchte weil der uns richtig cool findet, oder unsere Musik cool findet, dann finde ich das nicht ausreichend so. Also das musikalische finde ich bei einer Kollabo noch nicht mal das wichtigste."
"Meint ihr, Rap kann nochmal richtig was verändern, so wie es am Anfang war?"
H : "Auf jeden Fall. Also es wird vielleicht noch ein bißchen was dauern, aber es kann auf jeden Fall noch was passieren, ich mein, es kommen ja jetzt viele neue Ansätze durch, z. B. die vielen neuen Def Jux Sachen, die rauskommen, finde ich alle sehr gut... Joah, da kann auf jeden Fall noch viel passieren. Ich mein jetzt im Moment ist es ja schon so, daß man teilweise nicht mehr ganz so krampfhaft rangeht mit diesem Elemente Ding und so aber es kommt sehr langsam...
Ich denk mal so Mainstream mäßig wird das erstmal vielleicht verschwinden in Deutschland aber irgendwann wird der Underground wieder hochkommen und dann wird alles wieder schön."
A : "Shine, wie hast du die Frage jetzt gemeint, ob Rap an sich jetzt was gesellschaftsmäßig verändern kann oder wie hast du das gemeint ?"
S : "Sowohl gesellschaftlich als auch innerhalb dieser sog. Artform..."
A : "Ja, ich glaub auf jeden Fall, daß sich da viel tun kann, wenn die Leute auch irgendwann so an die Musik rangehen, daß es irgendwann nicht mehr definierbar ist, was es denn jetzt genau ist, so weißte, daß du irgendwie noch nicht mal sagen kannst, ob der Typ singt oder rappt. Und ob das jetzt Rockrap oder Poprap oder Experimental Rap, Abstract Rap, Blah Blah, ist und es gibt ja immer diese Sparten
weißte...
Ich geh halt nicht an Musik so ran, ich mach jetzt Rap weißte, natürlich ist es Hiphop, aber ebenso natürlich ist es Rock weißte, natürlich ist es auch Elektro. Wenn die Leute das begriffen haben, daß es letztendlich Musik ist, denk ich, daß es dann am schnellsten was verändern wird, so daß diese Trennung überhaupt nicht mehr da ist. Und daß auf einer Hiphopjam einfach Musik gemacht wird und nicht nur Rap. Das wäre was recht sinnvolles find ich. Und gesellschaftsmäßig war es ja schon immer so, daß Musik schon immer sehr viel bewegen konnte, also jetzt vielleicht nicht so "Oh geil, die Regierung ist
platt und wir können jetzt alle anarcho-nackt auf der Straße tanzen", aber auf jeden Fall hilft Musik ja Leuten nicht einfach kaputtzugehen, weißte was ich mein, daß die also irgendwas haben, woran sie sich festhalten können... Also z. B. bei Halu und mir ist es ja auch ganz extrem, so daß wir manchmal echt reinkommen, aggressiv sind, was machen und danach gehts dir besser, so weißte, daß du das verpackst bzw. als Ventil benutzt. Deswegen denke ich, daß es gesellschaftsmäßig vielleicht schon insofern was verändert, daß weniger Leute verrückt werden, dadurch daß sie sich abreagieren können, auch emotional, du kannst mit jemandem reden und die Leute merken "Ach da ist jemand, dem gehts auch so", weißte was ich mein, und Leute bekommen Denkanstöße, egal obs jetzt super polarisierend ist oder einfach nur gegen alle Regeln verstoßen wird, daß Leute sich da evtl. nen Kopf machen oder ob es eben ganz sachlich zur Sache geht und es dann Leute gibt, die sich da was rausnehmen können. Also ich denk daß das soweit schon was verändern kann. Lange Rede, kurzer Sinn."
D : "Das Wort Rap an sich ist für mich nicht existent. Also... es ist ja eigentlich nur die Musik. Bzw. die Art, wie du diese Musik ausdrückst. Und es ist ja leider so, dieses Einkategorisieren ist ja dadurch passiert. Was ich eigentlich sagen möchte ist, ich sage ja, gesellschaftsmäßig könnte es was verändern, nur das Problem ist, es wird von anderen Leuten gesteuert. Also leider sind nicht wir die Leute, die das steuern, sondern andere, und die haben das Geld. Und was wir versuchen, auch als Label, ist, diesen großen Strom n bisschen zu ändern, und in einen anderen Strom zu leiten, wo die anderen Kleinströme hinkommen und hoffentlich irgendwann mal einen eigenen großen Strom beginnen, weißt du was ich mein... Rap ist eigentlich egal was es ist, wie Alex schon sagte, es kann Gesang oder sowas sein... Also ich hoffe wir kommen irgendwann an den Punkt, daß jeder selber frei entscheiden kann, ohne auf das Urteil anderer angewiesen zu sein, was er machen möchte bzw. wie er seine Gedanken verpacken möchte, in was für eine Musik usw. Und politisch kann es auch verändern, aber ok naja, es gibt ja auch junge Konservative, die dann immer noch so Mozart hören und so... Aber naja, wir hoffen schon, daß es soweit kommt, daß wir nicht anarchisch nackt durch die Gegend laufen, aber halb bekleidet."
L : "Also ich denke solange Musik irgendwas verändern kann, kann Rap sowieso auch was verändern, schon allein für jeden einzelnen, seine Welt kann durch Musik ja schon verändert werden. Und dann kann auch allgemein was verändert werden."
(versinkt 2, 3 Sekunden in schweigendes Denken)
L : "Meine Musik wird dich auf jeden Fall verändern."
(Lautes Gelächter.)
G : "Ja also ich denke durch das Medium Internet kann viel getan werden, also daß Leute von überall Musik runterladen und hören können und daß Leute, die so nicht gehört werden würden, durchs Netz gehört werden und dadurch kann viel verändert werden, aber generell so Rap... weiß nicht, aber es gibt ja soviele Leute, die was vorhaben, aber halt nicht gehört werden. Damit sich was verändert, muss man gehört werden. Ich denke, Rap könnte was ändern, aber ich denke, die Leute müßten mehr zurück zum Ursprung so... Also zur alten Schule, sag ich immer..."
A (muß lachen.)
G : "Ja, damit Rap verändert, muß man wieder zurück! Also jetzt sag ich nicht "ja, früher war alles besser", sondern die Einstellung früher von den Leuten muß wieder so sein, also die Leute müssten wieder..."
S : "Respekt haben vor dem, was man macht ?"
G : "Ja Mann, Respekt haben, generell vor anderen Menschen... Weil heutzutage hat Rap eben all diese Schubladen, und wenn man die aufkriegt, dann könnte man wirklich wieder was verändern. Leute, die halt nur eine bestimmte Musik hören, haben eine bestimmte Denkweise und eine Lebensweise. Und so wird sich nichts ändern, wenn es so bleibt, wie es ist. Hörst du aber generell in andere Richtungen, und bist weiter interessiert, das heißt du hast deinen Blick nicht nur fixiert, sondern eher offen, so wie man auf der Straße den totalen Blickwinkel hat und nicht nur auf eine Sache gerichtet, wenn man das hat, dann kann Musik ändern. Aber dazu sind die Leute heutzutage ja zu bequem, um nach anderen Sachen zu horchen. Man muß ja Sachen bringen."
H : "Obwohl das eigentlich viel einfacher ist."
G : "Ja genau. Auf jeden Fall."
H : "Ich lad mir ja auch ständig MP3s von irgendwelchen fremden Gruppen runter und hör mir die an so, wirklich irgendwelche Gruppen, die ich garnicht kannte, zum Beispiel bin ich vor knapp einem halben Jahr auf Anal Cunt gestoßen."
A : (muß lachen.)
H : "...wollte ich auch mal hier nennen. Anal Cunt. Das beste... Ach keine Ahnung, ich weiß selbst nicht, was das ist. Sehr gut. Müsst ihr hören. Zu ner MP3 Seite gehen und Anal Cunt runterladen. Anhören. Sehr gut."
A : "Zumal weißte, wenn du dir anguckst irgendwie die Leute die wirklich einfach Musik machen und das auch begriffen haben, weißte, die kollaborieren auch wild, mit einfach allem, was jemals in irgendeine Sparte gesteckt wurde. Das ist wichtig, weißte... wenn man diese Einstellung immer mehr hat, dann hoffe ich daß Musik irgendwann garnicht mehr kategorisierbar ist.
Also daß es sogar Leuten, die es die ganze Zeit machen wollen, garnicht mehr machbar ist, was ja auch z. B. mit diesen ganzen Avantgarde Sachen gemacht wurde. Wenn was nicht mehr definiert werden konnte wurds dann einfach Avantgarde genannt. Im Grunde kann man sich den Kopf mit Kleinkariertem kaputtmachen."
D : "Was ich noch sagen wollte, ich hab da auch noch ein sehr schönes Bild mit der Autobahn, also wenn du mit dem Auto fährst, daß man schon einen ganz großen Blickwinkel hat und man selten in einen Crash verwickelt wird... Das Problem ist auch, es stimmt, die Leute sind sehr bequem geworden. Es ist einfach zu sagen "Ich denke so, ich fühle so, ich handle so, wie mans mir vorgibt". Und diese Muster aufzubrechen, da sind die Leute einfach... Ich beobachte das immer, dummerweise bei Leuten, die, sagen wir mal, die relativ wenig Einfluß bekommen haben und die bleiben dann so in dieser Richtung... Zum Beispiel im Hiphop ist es ja so, hm... Man kifft, man trinkt, man fickt und gröhlt rum... Und langsam hat sich das so eingebürgert, und das ist nicht grade produktiv, weil das is ja dann schon wieder so eine Randgruppenbildung. Und diese Dogmen die wir heute haben, die sind kontraproduktiv für die Gesellschaft auch, weil man sich dadurch abgrenzt von den andren Leuten. z. B. würd ich auch gern mal mit dem Stoiber reden, und das ist so ne Sache wos auch wichtig ist, mit verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu sprechen, wodurch man sich nicht selber einengt. Und das ist
das Problem, was wir heute haben. Ich würd auch gern mal mit Ozzy Osbourne reden. Ist doch bestimmt ganz lustig zu wissen, was der denkt, wieviel Geld der hat usw. Soweit ist das garnicht voneinander entfernt. Es geht den Leuten ja nur um die Musik und auch, was sie mit der Musik transportieren, was für Messages usw..."
S : "Und auch mal sich den Gedanken anderer zu öffnen..."
D : "Ja genau, das ist sehr wichtig. Also das ist ja auch son bißchen seelischer Striptease, den man eigentlich wenn man auf der Bühne ist, performt, das ist ja auch selbstreinigend, du bist auf der Bühne und gibst der Gesellschaft ein bißchen von dem zurück, was sie verdient und auch, was sie ist."
A : "Ja, ganz kurz zu den Sparten nochmal, und warum das auch so ist mit dem Rap und so, daß alles so krass kategorisiert ist, ist ja auch... das gibt dir Sicherheit, weißte ? Ich hör Rap, und Leute definieren sich dann halt über dieses Ding, und daraus können sich Leute dann auch viel ziehen so, sie definieren sich dann ja so über dieses bestimmte Dingen, aber wenn du halt wirklich guckst, ist es immer dasselbe.
Zwischen Rap und Rock jetzt z.B., attitüdenmäßig, wenn du die Dogmen komplett ablegst, ist es identisch. Deswegen ist auch diese Spartending so krass, wei es Sicherheit gibt und die leute wollen halt Sicherheit haben, aber es ist halt leider nur eine Illusion. Sicherheit ist ja nur eine Illusion, das gibts ja garnicht."
G : "Nochwas dazu... Also die einzelnen Szenen meinen ja, das sie anders sind als der Rest der Gesellschaft. Aber eigentlich ist es so, daß jede Szene eine Gesellschaft im Kleinen ist. Weißte, in der Hiphop Szene ist es genauso wie in der normalen
Gesellschaft, da sind die Leute, die arbeiten, da sind die Leute, die viel Geld verdienen, da sind die Außenseiter, da sind die Leute die halt versuchen was zu verändern... Also was man da groß verändert, ist, daß in der Szene, die ja doch so wie die Gesellschaft ist, sind dann ja Leute, die versuchen, was zu verändern. Und wir versuchen für uns halt was anders zu machen, anders ranzugehen und das mit anderen Augen zu sehen. Das
die Leute das halt checken und halt mehr machen. Was die Philosophie von Malakas auch noch ist außer keine Grenzen zu haben, ist das selber machen, ganz stark. Also es kann wirklich jeder was selber machen, produzieren... Man muß nur einen Vierspur kaufen, das haben die Berliner ja auch so... Heutzutage muß man halt wirklich dazu übergehen den Leuten zu sagen und zu zeigen "Du kannst es echt selber machen", und
dann, wenn Leute die Mittel haben, und das ist wirklich nicht viel Geld, Vierspur Studio mit Sampler und und und, das sind vielleicht 500 Euro, und wenn alle möglichen Leute, die was machen wollen, ihr Geld in so kleine Studios investieren, dann kann wirklich viel passieren, weil du dann dem Volk das Werkzeug Studio oder das Werkzeug Musik gibst, um was zu verändern. Daß die Leute durch die Musik was sagen. Ob die
jetzt was politisches sagen wollen oder nur Liebe als Botschaft oder nur Tanzen oder oder oder... Also wir müssen den etablierten Studios einfach was wegnehmen, die Macht ein bißchen schmälern, indem wir vieles selber machen. Also wieder zu Zeiten der musikalischen Revolution zurückzukehren. Da könnte man was ändern, wenn man den Leuten sagt "Du kannst es", egal wer. Zum Beispiel regen sich ja viele über diese Toys auf, bei Mixery Raw Deluxe z.B. gibts ja ne Menge Leute die sagen "Uäh, guck mal, der hat grad erst angefangen zu rappen" und so, sagt denen stattdessen doch einfach "Ja, toll, was du machst, hier, wenn dus wirklich ernst meinst, investier doch n bisschen geld in nen Vierspur etc., mach deine Tracks fertig". Und dann kann es sein, daß da wirklich was passiert, aber das wird den Leuten ja auch nicht unbedingt gesagt.
Somit gibt man den Leuten ja auch nichts in die Hand, damit sie was tun können. Wobei ich dann aber auch sagen muss, daß Leute, die sowas hören und auch annehmen, natürlich auch schwierig sind. Also das was wir machen das haben wir ja jetzt weitergegeben, z.B. an den Alex Aber und an Lee Nozn und die machen das halt so. Zum Beispiel haben wir dem Alex die Möglichkeit gegeben, in seinem eigenen Studio aufzunehmen, das kommt von mir halt, daß ich gesagt hab, hier habt ihr (also Widerstandard, Alex Aber und Lee Nozn) nen Vierspur und nen Sampler, und der Halu gibt denen halt nen Drumcomputer, und wir zeigen denen halt son bisschen so wies funktioniert, die Grundlagen, und seitdem machen die das und Alex Aber z.b. ist auch ein Top Aspirant dafür, daß was geändert wird, muß ich jetzt mal sagen, 17 Jahre alt und schon soviel drauf..."
A : "Also die Malakas haben mich wirklich mit diesem Studio bestückt und dann haben die mich dann halt auch direkt zum Imageberater geschickt, weißte, die haben geguckt, die haben Marktforschung gemacht, was ist im Moment angesagt so und dann kam das dann auch schnell mit Rock und so und Emocore, das ist ja auch im Moment ziemlich angesagt, dann hat Lee mir eine alte abgefuckte Jeans von sich geschenkt, ich hab ne alte Schnur durchgezogen und... und ich hab alte Kindershirts... Meine Mutter schmeißt generell nicht viele Sachen weg, sie hat mir dann auch Kindershirts gegeben und jetzt lauf ich dann halt auch son bisschen Emo Skatermäßig rum, damit ich meine Zielgruppe
besser ansprechen kann... Auf der Bühne fahr ich auch generell immer mit dem Skateboard auf die Bühne drauf damit das alles son bisschen..."
(Spätestens an diesem Punkt brechen alle in lautes Gelächter aus.)
S : "Hehehe, und die obligatorische Holzperlenkette ?"
A : "Natürlich, die habe ich auch Mann... Nein, alles Quatsch, jetzt mal ernst, was Gano gesagt hat ist richtig Mann, ich hab einfach nur nen Vierspur, den bezahlen wir halt immer noch ab so beim Gano, weil der hat den extra teuer gemacht, damit wir den auch wirklich zu schätzen wissen..."
G : (lacht.)
A : "Nein, Quatsch, also dann haben wir noch son Mic bekomen und nen Sampler, und du nimmst einfach n bisschen und dann machste damit halt schon so...
Also was ich eigentlich sagen wollte, ist, du nimmst einfach nur n bisschen und daraus machste was richtig leckeres für ganz viele Leute."
G : "Und das ist wieder die Old School Einstellung, aus wenig..."
A : "Die aber nur der Gano hat..."
(Alle lachen)
G : "Also das muß ich ja leider immer sagen, weil die Leute das ja immer wieder gerne vergessen..."
A : "Old school, old school, old school..."
G : "Alte Schule halt."

FLASHSTATEMENTZ:
(Ein Wort von mir, eins oder sowenige wie möglich von euch)
Hiphop
H : Ja.
A : Sehr.
D : Sehr... komisch.
L : Ich. (Lautes Gelächter allseits)
G : Is Hiphop.
V: Supa!
 
Rap
H : Auch.
A : Auch.
D : Sehr.
L : Bißchen.
G : Ist Rap.
V: Supa!
 
DJ
H : Bin ich gewesen, bin ich auch noch.
A : Makes the Party.
D : Genau.
L : Ok.
G : Faxen. (Lautes Gelächter allseits)
V: Au supa!

MC
H : Muss es geben.
A : Kassette. (Lautes Gelächter allseits)
D : Hehler.
L : Zeremonie. (Lautes Gelächter allseits)
G : Rappen.
V: Ja.. supa?
 
Graffitti
H : Ist gut.
A : An die Wand malen mit einer Sprühdose.
D : Nicht mein Ding.
L : Ssstyles. (Lautes Gelächter allseits)
G : Ist Graffitti.
V: Nett!
 
Alte Schule
H : Sind die Wurzeln.
A : Grundschule.
D : Gesindel. (Lautes Gelächter allseits)
L : -
G : Ist die nächste Schule.
V: Vergessen...

Freestyle
H : Guter Freistil ist amüsant.
A : Was aus dem Kühlschrank nehmen und schnell was zaubern.
D : Helge Schneider.
L : Snowboarden.
G : Ist Freistil. aus dem Kopf.
V: Hat ich mal Spass dran...

Funk
H : eine Lebenseinstellung.
A : Radiofunk.
D : Nica Costa.
L : Funkuhr.
G : -
V: Jeeeee!
 
Jams
H : müssen besser werden.
A : Black Music in the Radio.
D : Marmelade. (Lautes Gelächter allseits)
L : War noch nie auf einer.
G : sind keine Jams.
V: Auch daran hatte ich mal Spaß...
 
Interviews
H : Gute Frage. Sind wichtig.
A : Sehr wichtig und spaßig für den Künstler.
D : Intim.
L : Noch machts Spaß, auch wenn ich wenig sage...
(Lautes Gelächter allseits)
G : Botschaft vermitteln.
V: Einsicht.
 
Ruhrpott
H : Hiphop.
A : Kapputt.
D : Viel Dreck.
L : Heimat.
G : Ruhrstadt.
V: Da wohn ich.
 
Malakas
H : sind die Besten.
A : Stark wie ein Esel.
D : www.malakas.biz
L : Wichser. (Lautes Gelächter allseits)
G : Starke Wichser.
V: Steht für stärke! Religion bzw. Glauben
H : Der Glaube an irgendetwas und an sich selbst ist nach Liebe das wichtigste.
A : Kann durch Dogmen trennen, kann schwachen Leuten helfen, und Glaube, wie Halu sagte, das Zweitwichtigste im Leben.
D : Buddhismus. Nein, der Glaube an mich selbst.
L : Lee. Nozn. (Lautes Gelächter allseits)
G : ist Glauben.
V: Kraft und Energie
 
Bildung
H : Darf nicht unterbewertet werden. Aber auch nicht überbewertet. Leider kommt Menschlichkeit in der Schule zu kurz.
A : Für sich persönlich sehr wichtig, und Allgemeinbildung : Mittel zum Zweck.
D : Für alle.
L : Gut, aber nicht notwendig.
G : Ist wichtig.
V: Auf jeden Fall wichtig, allerdings liegt`s im Ermessungsgrad von jedem selbst.
 
Wissen
H : Wie bei Bildung.
A : Sehr machtvoll. Kraft.
D : Dasselbe.
L : U want it, i got it. (Lautes Gelächter allseits)
G : Ist Macht.
V: Siehe Bildung...
 
Respekt
H: Unsere Aufgabe.
A : Notwendig.
D : Aber nicht bei allen.
L : Give it, i give it back. (Lautes Gelächterallseits)
G : Wichtig. Für alle.
V: Jap, sehr wichtig.
 
Ehrgeiz
H : Entsteht automatisch, wenn man eine Sache hat, die man liebt.
A : Heutzutage notwendig, um überhaupt nach vorne zu kommen.
D : Haus in der Toscana. (Lautes Gelächter allseits)
L : Ein Muß.
G : Musik.
V: Mein Wille ist mein Ziel.
 
Labels
H : Musikverbreiter.
A : Künstlervertrag.
D : Pole.
L : Camembert.
G : Bandübernahmevertrag.
V: Malakas im Majornebelz...
 
Leben
H : Muss man schätzen.
A : Der Grund für alles.
D : Hab Angst zu sterben.
L : Kurz.
G : Eben. (Lautes Gelächter allseits)
V: Das einzige Gut, was nur mir gehört.
 
Politik
H : Alles was man macht.
A : Absolut richtig.
D : Ist eine Marke.
L : Siehe Alex und Halu.
G : Ist Alles.
V: Ja... Politik...
 
TV
H : Es geht ja nicht nur um die äußere, sondern auch die innere Aktivität. Insofern ist TV auch manchma gut.
A : Meistens leider nur Demotivationsdrill.
D : Hirnwäsche.
L : Schau ich kaum.
G : Arte und Musiksender.
V: Siehe Doc Nozn...
 
Destruktion
H : Macht Platz fürs neue.
A : Gewalt.
D : Kung Fu. (Lautes Gelächter allseits)
L : Pulsadern. (Lautes Gelächter allseits)
G : Zerstörung.
V: Spukt zu oft im meinem Kopf rum.
 
Konstruktion
H : ist gut.
A : Kissing a Girl in the Face. (Lautes Gelächter allseits)
D : Das Bauhaus.
L : Richtfest.
G : Zusammensetzen.
V: Architekt
 
Seele
H : Körper und Geist.
A : Ein Teil.
D : Universum.
L : James Brown. (Lautes Gelächter allseits)
G : -
V: Ein wichtiger Bestandteil meines Ichs.
 
Wohlbefinden
H : Der beste Sampler, dens gegeben hat und je geben wird.
A : Alex Aber geht die Treppe hoch und ißt ein leckeres Eis.
D : Die schöne Welt.
L : Verkannt.
G : Liebe.
V: Primäres Ziel in meinem Dasein.
 
3tes auge
H : Gibt es bestimmt.
A : Kann man nicht sehen.
D : Hab ich.
L : -
G : Hab ich nicht.
V: Hab vier.
 
Gedanken
H : Darf man sich nicht zuviele machen.
A : Gedanken sind ein Werkzeug, daß äh... (Lautes Gelächter allseits) nicht andersrum.
D : Lesen.
L : Bremse.
G : Macht.
V: Beschäftigt mich sehr.
 
Sprache
H : Musik.
A : Kommunikation.
D : Tomskee, Sprachwissenschaftler.
L : Zu klein.
G : Universell.
V: Wort
 
Mensch
H : Sein.
A : Plastisch.
D : Moleküle.
L : Tier.
G : DNA.
V: Ja...
 
Gesellschaft
H : ist man automatisch drin, ob man will oder nicht.
A : Ich habe einen Schmerz an der Ferse. (Lautes Gelächter allseits)
D : Mikroeinheit.
L : Aktien.
G : Hiphop.
V: Umgibt mich.
 
Nächste Generation
H : Sind wir.
A : 3te Generation - Vater, wo bist du ? (Lautes Gelächter allseits)
D : Globalisierung.
L : Die Kinder.
G : Die Enkelkinder.
V: Kein Plan.
 
Krieg
H : und Frieden.
A : Das tut weh.
D : Afghanistan.
L : Frieden.
G : -
V: Zu viel.
 
Verkehrsampeln
H : Ich geh seit letztens immer über rot. Also es ist was von Menschen gemachtes und es ist dazu gemacht worden, den Menschen in Sicherheit zu bringen aber... ich geh nicht über rot, wenn Kinder gegenüber stehen.
A : Widerstandard gehen mit T Shirts, die die gleiche Farbe haben, über die Straße und sehen gut aus. Dabei strahlt sie das rote Licht an und es sieht etwas verrucht aus. (Lautes Gelächter allseits)
D : Kann man besser designen. Sind nicht ergonomisch.
L : Oft wäre eine Brücke besser. (Lautes Gelächter allseits)
G : Hat ein Schweizer erfunden.
V: Rot?!
 
das System
H : System of a Down find ich gut.
A : Sehr vernetzt und versponnen.
D : Interdisziplinär.
L : Ja genau. (Lautes Gelächter allseits)
G : Fick das.
V: Wollen viele kaputt machen... und zwar mit System.
 
Wahrnehmung
H : Jeder hat seine eigene.
A : Kann dein ganzes Leben verändern.
D : Stimmt.
L : Joah... (Lautes Gelächter allseits)
G : Verzerrte.
V: Auge
 
Realität
H : Jeder hat seine eigene.
A : Sehr subjektiv.
D : Ich sehe, ich atme, ich denke, ich fühle.
L : Das sehe ich genau so.
G : Hiphop. Musik. Das Leben.
V: Fremd
 
Schmerz
H : Muß sein.
A : Kommt zuviel, fangen Leute an zu genießen.Verrückt.
D : Ok.
L : Schmelz.
G : geht in eine Richtung.
V: Zu viel.
 
Äußert euch kurz zu dem Satz "Das Leben ist wie ein Schachbrett."
H : "Kann wie ein Schachbrett sein, weil man ab und zu auch strategisch ans Leben rangehen muß aber es kann auch wie ein Mosaik sein, wie ein Glas, das man füllen muß."
A : "Wenn man weiß, wie man mit den Figuren umgeht, und auch, welche Figur als nächstes kommen könnte, macht man das nebenbei. Und konzentriert sich mehr
auf das was in nem Raum wo nichts ist... ääähhh... das Schachbrett drinsteht und dann geht man dahin und küsst die ganzen netten Menschen und schöne Frauen
mit Blumen in den Haaren. Vermitteln einem ein warmes Gefühl. Aber auch Männer den Frauen. Ich möchte nicht sexistisch sein."
D : "Nicht unbedingt den Frauen die Macht, aber... es stimmt schon, das ist das Leben. Man wird hineingeboren, als Bauer oder als König. Und man wird rausgeschmissen."
L : "Also wenn die Figuren nicht zu dem Brett gehören, dann würd ich sagen daß das Leben nicht nur schwarz und weiß ist."
G : "Schachmatt."
V : "Zu viel schwarz-weiß Denken, reduziert die Horizonte im Leben."
A : "Ja also, äh, um nochmal... Ach neee, is okay."
(Lautes Gelächter allseits)
"Ok, noch letzte Worte oder Grüße ?"
H : "Ja, ladet euch alle Anal Cunt runter, und ihr werdet euch wohlfühlen."
A : "Guckt, was ihr wirklich wollt, wodraufs euch wirklich ankommt, was wirklich wichtig ist, hört auf euch und versucht, das Denken wie ein Werkzeug zu benutzen, und macht, was ihr fühlt, und nicht zu viel zweifeln ! Leute, die euch dazu drängen, sollten überdenken ob sie euch wirklich lieben. Macht, was ihr fühlt. Was ihr wollt, was ihr für richtig haltet. Es geht letztendlich nicht auf andere Kosten. Das suchen sich die Leute nämlich meistens selber aus, obs auf ihre Kosten geht. Ja, das ist es grob, ich könnte
viel mehr erzählen, aber dafür bräuchte ich 3 Kassetten."
D : "Seid mal alle nicht zu individualistisch andauernd, denkt auch mal an die andren, also es ist aber auch wichtig, wie Alex schon sagte, sich nicht andauernd auf Kosten anderer Leute herauszuputzen, zu sagen ich bin was besonderes, dabei ist man s garnicht, auch mal an andere Leute denken bitte !!!"
L : "Also ich grüß meinen Freund Shine und meine Großmutter und... äh... Rettet die Wale."
(Lautes Gelächter allseits)
G : "Wenn ihr Musik machen wollt, dann geht nach Ebay.de, tippt unter Suche Vierspur ein, bietet mit, tippt unter Suche Sampler ein, bietet mit, tippt unter Suche Mikrofon ein, bietet mit, tippt unter Suche Kopfhörer ein, bietet mit und dann macht die Musik, die ihr machen wollt. Egal, was für Musik es ist. Damit wir nicht soviel gecastete Leute haben. Die Leute die casten, haben s selber nicht besser drauf als die Leute die sie casten. Also wir wollen mehr echte Musik. Deswegen bitte sorgt dafür, daß ihr selber Musik machen könnt und selber rausbringen könnt. Das ist ganz wichtig."
V : "Keine Grüße, nur herzlichen Dank und Respekt an Shine, mir das Interview nachträglich zu gestatten. One love, baby!!!"
 
"Ok, danke für dieses Interview."
G : "Wir haben zu danken."

Anm. d. Red. (Shine) : Wenn ihr die Malakas supporten wollt (tut das, sie habens verdient) in irgendeiner erdenklichen Form, sei es Tapes kaufen, booken, was auch immer, tut das unter www.malakas.biz ; 0179 - 1521626 ; info@malakas.biz